Warum Windenergie?
Aktualisiert: April 2026
Einheimische Energie
Für fossile Energien gibt die Schweiz jeden Monat eine Milliarde Franken aus! Dieses Geld investieren wir besser in erneuerbare einheimische Energien statt in konfliktträchtige Länder.
Stabile Strompreise
Preiserhöhungen bei Erdgas und Erdöl beeinflussen auch die Strompreise in der Schweiz. Je mehr Erneuerbare in Europa zugebaut werden, desto unabhängiger werden wir von Preisschocks. Der Ausbau von Photovoltaik und Windenergie erhöht die Versorgungssicherheit.
Günstige Energie
Die grosse Anzahl Windenergieanlagen im angrenzenden Ausland (Deutschland, Österreich, Frankreich) zeigt, dass Windkraft in unseren Regionen funktioniert und wirtschaftlich ist. Wind und Solar sind heute die günstigsten Technologien zur Stromgewinnung.
Wertvoller Winterstrom
Windenergie liefert zwei Drittel des Stroms im Winterhalbjahr, also dann, wenn Solarstromanlagen und Wasserkraftwerke weniger liefern und der Verbrauch aufgrund des kalten Wetters hoch ist. Somit ist Windenergie die ideale Ergänzung zur Photovoltaik und Wasserkraft.
Sehr gute Ökobilanz
Laut einer Studie des Umweltbundesamts (UBA) aus dem Jahr 2021 erzeugen Windräder in 2,5 bis 11 Monaten Betrieb die Energiemenge, die zu ihrer Herstellung erforderlich war. Im Schnitt laufen Windräder etwa 25 Jahre, in der Zeit wird 40-mal mehr Energie erzeugt als für Herstellung, Nutzung und Entsorgung der Anlage nötig sind.
Windräder an Land und auf See sind in den letzten Jahren grösser und somit auch deutlich leistungsstärker geworden. Der Energieaufwand für die Herstellung ist jedoch nicht im gleichen Umfang gestiegen. Pro erzeugter Kilowattstunde Strom wird also weniger Energie verbraucht.
Die grösste Bedrohung für unsere Artenvielfalt ist der Klimawandel. Windräder produzieren CO2-freien Strom und leisten deshalb einen Beitrag zum Erhalt unserer Natur und der Biodiversität.
Windenergieanlagen verursachen keine Abgas-, Strahlen- oder Giftmüllprobleme.
Erprobt und rasch umsetzbar
Die Nutzung der Windenergie ist erprobt und ausgereift, es bestehen keine unkalkulierbaren Risiken. Der Ausbau der Windenergie kann – im Unterschied zu Atomkraftwerken oder zur Entwicklung der Wasserstofftechnologie – heute schon rasch angegangen und die Anlagen können innerhalb von wenigen Monaten ab Baubewilligung erstellt werden.
Mehr Artenvielfalt
Die Biodiversität kann von einem Windenergieprojekt sogar profitieren, weil durch die behördlichen Auflagen neue Lebensräume geschaffen werden, die ohne das Projekt nie entstanden wären. Durch die Rodung entstandene Lichtungen erhöhen die Biodiversität. Lichtungen sind «artenreiche Waldsaumgesellschaften».
Schützt unsere Landschaft langfristig
Windenergieanlagen verändern das Landschaftsbild. Aber auch der Klimawandel wird unser Landschaftsbild verändern! Windenergieanlagen produzieren erneuerbaren und CO2-freien Strom und leisten deshalb einen Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels. Das schützt unsere Landschaft langfristig und nachhaltig.
Geringer Flächenbedarf
Windenergieanlagen haben einen geringen Flächenbedarf bei hoher Energieausbeute. Der geringe Flächenbedarf ist gerade für ein Land wie die Schweiz ein wichtiger Trumpf. Die Bodenversiegelung von Windenergieanlagen ist minimal, der Rückbau hinterlässt keine bleibenden Schäden.
Eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamts ermittelte folgende Flächenbelegungsfaktoren pro Jahr: Biomasse 519 m2/MWh Strom, Photovoltaik 22,5 m2/MWh Strom, Windenergie (Onshore) 1,43 m2/MWh Strom.
Windkraft ist also ca. 20-mal so flächeneffizient wie Photovoltaik und über 300-mal so flächeneffizient wie Biomasse (beispielsweise Mais oder Brennholz).
Regionale Wertschöpfung
Strom aus Windenergie kann dezentral und in vielen Regionen der Schweiz erzeugt werden.
Windenergieanlagen ermöglichen eine regionale Wertschöpfung. Beteiligungsmodelle ermöglichen den Gemeinden und der Bevölkerung, finanziell von Windparks zu profitieren.
Gute Standorte auch in der Schweiz
In Deutschland erreichten die Onshore-Windkraftanlagen im Zeitraum 2015 bis 2025 rund 1760 Vollaststunden. Gute Standorte in der Schweiz (Windpark Mont-Crosin, Windpark Le Peuchapatte, Anlage in Martigny) weisen im Schnitt deutlich über 2000 Volllaststunden auf.
Moderne Windenergieanlagen können bei einer Windgeschwindigkeit von 5 m/s effizient Strom erzeugen, während früher mindestens 7 m/s erforderlich waren. Deshalb lohnt es sich auch in der Schweiz, an guten Standorten Windparks zu betreiben.
Fazit
Wind ist eine kostengünstige, ressourcenschonende und vielerorts verfügbare Energiequelle.
Windkraftanlagen können schnell erstellt werden, haben niedrige Unterhaltskosten, die Wertschöpfung bleibt bei uns, die Gemeinden und die Bevölkerung können finanziell profitieren, die Folgen für Umwelt und Natur sind im Vergleich zu anderen Technologien günstig. Gerade in Zeiten, in denen das Sparen zum Credo erhoben ist, bietet Windkraft eine gute Möglichkeit: Wir können uns sparen, teure Energieträger zu importieren.
Windenergieanlagen produzieren im Vergleich zu Laufwasserkraftwerken und Photovoltaikanlagen in den Monaten November bis Februar überdurchschnittlich viel Strom. Also dann, wenn es bei uns kalt ist und Solaranlagen und Wasserkraftwerke weniger liefern.
Anteil der Monate November bis Februar an der Jahresproduktion. Eigene Grafik
Der Windpark Verenafohren in der Nähe von Schaffhausen erzeugt im Durchschnitt in den Monaten Januar, Februar und Dezember am meisten Strom, nämlich über 40 % des Jahresertrags.
Ertrag des Windparks Verenafohren in den Jahren 2018 bis 2025 in kWh. Quelle: Verenafohren
Windenergieanlagen können kostengünstig Strom produzieren. Nur grosse Freiflächen-Solaranlagen sind noch günstiger.
Stromgestehungskosten für erneuerbare Energien und konventionelle Kraftwerke an Standorten in Deutschland im Jahr 2024. Spezifische Stromgestehungskosten sind mit einem minimalen und einem maximalen Wert je Technologie berücksichtigt. Grafik: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Im Vergleich zu anderen Technologien schneidet die Windkraft in der Klimabilanz sehr gut ab. Nur die Wasserkraft schneidet noch besser ab.
CO2-Emissionen in Gramm pro kWh (CO2-Äquivalent). Quelle: Quelle: Deutsches Umweltbundesamt (UBA) und World Information Service on Energy (WISE)
Weiterführende Beiträge
Welche Fläche benötigt eine Windenergieanlage?